Leserredakteur der Süddeutschen Zeitung

Leserredakteur Tom Soyer (Foto: Moritz Eder)
Leserredakteur Tom Soyer (Foto: Moritz Eder)

Seit 2012 kümmert sich Tom Soyer für die Süddeutsche Zeitung (SZ) leidenschaftlich um gute Kontakte zwischen Leserschaft und Redaktion.

 

Zuständig ist er dabei nominell für die Lokalredaktion der SZ, also für die Redaktionsbereiche München, Region München und Bayern. Die Zusammenarbeit hat sich aber seither so gut eingespielt in der ganzen SZ-Redaktion, dass er häufig auch übers Lokale hinaus als „Community Editor“ eingeschaltet wird, wenn es um Leserfragen zur Berichterstattung geht, zur Ausgewogenheit und Fairness, zur Verlässlichkeit und Transparenz unserer Nachrichten, der Qualitätssicherung… oder auch mal redaktionsintern um die Frage, ob wir am Oktoberfest-Stammsitz die Mass Bier mit scharfem oder mit Doppel-s schreiben (Nichtbayern aufgepasst: mit Doppel-s, bitte, weil wir die „Mass Bier“ mit kurzem „a“ wie in „Fass“ sprechen).

 

Was Tom Soyer bei seiner Arbeit sehr hilft: Die langjährige Erfahrung als SZ-Redakteur, davon einige Jahre auch als Leiter verschiedener SZ-Lokalredaktionen; die Grundüberzeugung, Gesprächspartner (Leser, Zeitungskunden) immer geduldig ernst zu nehmen; Freude am Dialog - erst recht, wenn er dazu beiträgt, Missverständnisse zu beseitigen; naja, und als echtem „Tom Soyer“ und Münchner natürlich auch ein Quäntchen Lausbubenhumor.

 

Woran hakt es am häufigsten zwischen Leserinnen/Lesern und Redaktion? An der Erkenntnis, dass die Überbringerin der Nachricht (die SZ) keinesfalls mit den Urhebern einer Nachricht zu verwechseln ist – ein häufiges Missverständnis, das relativ leicht aufzuklären ist. Zumal bei einer seriösen, überregionalen Tageszeitung, die sich strikt an die Trennung von sachlicher Nachricht und Meinungsbeiträgen hält und ihre Quellen klar benennt.

 

Tom Soyer ist bei der SZ nicht allein auf weiter Flur beim Leserdialog. Es gibt ein ganzes Kollegenteam, das sich separat um den Dialog in sozialen Medien kümmert, und es gibt einen Pool von „Kümmerern“, wenn’s um Überregionales geht, damit auch derjenige eine Antwort bekommt, der mal bei der pakistanischen Außenpolitik nachhakt oder sich bei unserer Wissenschaftsredaktion darüber beklagen möchte, dass wir so selten was über den Kalorienverbrauch des Maikäfers im Rückwärtsflug bringen.

 

Den Titel „Ombudsmann“ trägt bei uns niemand, vielleicht auch, weil’s ein bisserl offiziös und nach vorigem Jahrhundert klingt. Aber das, was dieser Begriff meint, das schreiben sich bei der SZ einige Redakteurinnen und Redakteure auf die Fahne. Weil wir unsere Leserschaft lieben und schätzen.